Fr. 29. Mai: Für ein solidarisches Miteinander – gerade in Krisenzeiten

Schritt für Schritt – Viertel für Viertel: Für ein 
solidarisches 
Miteinander! Gerade in Krisenzeiten!

>> Einen Bericht und die Reden findet ihr hier. <<


Kundgebung am Freitag, den 29. Mai um 17:30 Uhr
Lukasplatz, Stuttgart-Ost


Corona begleitet uns auf Schritt und Tritt und dies wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Von verschiedenen Seiten werden dabei Antworten gesucht und propagiert, die vom absoluten Lockdown bis dahin reichen, dass der Tod von alten Menschen und Risikogruppen zu Gunsten der Wirtschaft in Kauf genommen wird – wie es aktuell nicht nur von Boris Palmer dargelegt, sondern auch bei den Demos gegen die Corona-Maßnahmen in letzter Konsequenz gefordert wird.

Corona begleitet uns auf Schritt und Tritt und dies wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Von verschiedenen Seiten werden dabei Antworten gesucht und propagiert, die vom absoluten Lockdown bis dahin reichen, dass der Tod von alten Menschen und Risikogruppen zu Gunsten der Wirtschaft in Kauf genommen wird – wie es aktuell nicht nur von Boris Palmer dargelegt, sondern auch bei den Demos gegen die Corona-Maßnahmen in letzter Konsequenz gefordert wird.

Ungeachtet der sinnvollen medizinischen Maßnahmen, die zum Schutz verordnet wurden, prägen jedoch den Alltag des Großteils der Bevölkerung neben Kontaktbeschränkungen, eingeschränkten Öffnungszeiten und Warteschlangen vor Supermärkten v.a. die ökonomischen Folgen der Coronakrise: Entlassungen, Kurzarbeit und die Verschärfung der wirtschaftlichen Lebenssituation.



Dabei sind diese ökonomischen Folgen kein neues Phänomen, das nur durch Corona zum Vorschein kam, sondern vielmehr wirken die aktuellen Ereignisse wie ein Katalysator auf die Symptome eines Systems, das auf Ausbeutung und Unterdrückung basiert und dessen Reichtum vom Großteil der Bevölkerung produziert wird und sich nur von einem kleinen Teil angeeignet wird.

Diese Tendenz wird durch Corona nochmals verstärkt: Denn während die „systemrelevante“ Arbeit, wie Pflege und Versorgung chronisch unterbezahlt ist, ArbeiterInnen aus dem Niedriglohnsektor reihenweise ihren Job verlieren und schauen müssen, wie sie über die Runden kommen, kann der nicht-systemrelevante Manager großzügig auf einen Teil seines Lohns verzichten.


Dabei hilft auch das aufgestockte Kurzarbeitergeld, das zweifellos für Viele eine Hilfe bzw. Abmilderung ihrer oft prekären Situation ist, nicht viel weiter.



Einmal mehr wird dadurch deutlich: Der Profit steht über dem Menschen!

Dies zeigt sich auch, da trotz aller gesundheitlichen Bedenken, nach und nach Lockerungen durchgesetzt werden. Diese kommen zwar zum Teil auch uns als Einzelpersonen zu Gute– indem Restaurants wieder öffnen und wir uns zumindest ohne drohende Strafe teils mit FreundInnen treffen können. Die Lockerungen sind aber im Wesentlichen Zugeständnisse an die krisengebeutelte Wirtschaft – selbst wenn sich die gesundheitliche Situation nicht verbessert hat.



Was jetzt notwendig ist…



Dabei stellt sich die Frage, was in dieser Situation notwendig ist: Denn alles schimpfen, wutgeladenes diskutieren oder sich mit den Begebenheiten abfinden, wird nichts an dieser Systematik ändern.

Es muss uns darum gehen gegenseitige Solidarität aufzubauen und nicht darum falsche Sündenböcke zu suchen, wie es gerade vermehrt von den DemonstrationsteilnehmerInnen auf dem Wasen propagiert wird. Garniert wird das Ganze dabei von vehementen Corona-Leugner*innen, die mit „Theorien“ verschiedenster Art aufwarten und gegen die Beschränkungen vorgehen wollen, um ihre individuelle Freiheit auf Kosten und auf die Gefahr von anderen auskosten zu können.



Vielmehr gilt es Prozesse einzuleiten, die die Basis bilden eine Gesellschaft so umzukrempeln, wie es notwendig wäre, wenn wir ein Leben jenseits der beschrieben Zustände und Verhältnisse leben wollen. Ein Prozess des solidarischen Handelns – ein Prozess in dem wir denken und lernen – ein Prozess der über die Kurzfristigkeit systemimmanenter und individueller Lösungsansätze hinaus denkt. Abstrakt gesprochen geht es darum tatsächliche Solidarität, die sich frei von kapitalistischen Herrschaftsverhältnissen konstituiert, in der Praxis zu entwickeln und zu erlernen. Konkret Solidarität sich zu erarbeiten, die sich soweit wie möglich der Verwertungslogik entzieht, wie beispielsweise Nachbarschaftshilfe ohne dass sie entgolten und so zu einer austauschbaren Ware wird. Darum fangen wir hier im Viertel an und organisieren unsere Form der Solidarität jenseits der Versprechungen von Staat und Kapital antipatriarchal, internationalistisch und antifaschistisch, anhand den Bedürfnissen und Interessen unserer Klasse.



Daher rufen wir zur Kundgebung auf unter dem Motto: Schritt für Schritt – Viertel für Viertel: Für ein solidarisches Miteinander – gerade in Krisenzeiten.

Kundgebung in S-Ost

Freitag, 29. Mai, 17:30 Uhr
Lukasplatz

Zusammen Kämpfen Stuttgart | www.zk-stuttgart.tk

Unterstützer*innen:

Frauenkollektiv Stuttgart
Linksjugend solid Stuttgart
Ortsverband der LINKEN Stuttgart Ost