Mi, 6. Mai: Ni una menos – Nicht eine weniger! Versuchter Femizid an Meryem Sahin aus Hamburg

Am Freitag Abend gab es einen versuchten Femizid an einer Genossin in Hamburg. In den Medien wird die Tat wie immer als Familiendrama bezeichnet und kein Zusammenhang zu den vielen anderen Gewalttaten an Frauen hergestellt Denn Gewalt gegen Frauen ist Alltag: 2018 wurde statistisch gesehen alle drei Tage eine Frau durch ihren (Ex-)Partner getötet und sogar jede Stunde mehr als eine Frau gefährlich körperlich verletzt. Diese Taten müssen als das bezeichnet werden was sie sind – (versuchte) Femizide! Gerade in der aktuellen Zeit des Corona-Lockdowns sind Frauen noch viel mehr durch Gewalt in der Partnerschaft und der Familie bedroht. Frauenhäuser in Baden-Württemberg verzeichnen zum Teil doppelt so viele Meldungen wie vorher. Doch dies ist nicht nur ein temporärer Zustand, denn Gewalt gegen Frauen hat in unserer Gesellschaft System. Sie ist notwendig, um die herrschende patriarchale Geschlechterordnung und die Unterdrückung der Frau aufrecht zu erhalten.

Einige Gruppen des Frauenbündnis Stuttgart haben am Montag den 4. Mai 2020 um 18.00 Uhr bereits zu einer Kundgebung gegen Gewalt an Frauen aufgerufen.

Am Mittwoch, den 06. Mai rufen die selben Gruppen zu einer weiteren Kundgebung auf, um 18.00 Uhr auf dem Schlossplatz vor der Commerzbank.

Ni una menos – es darf nicht noch eine weniger werden! Deshalb rufen auch wir dazu auf morgen auf die Straße zu gehen, gegen Gewalt gegen Frauen und das patriarchale System.

Mittwoch, 06. Mai, 18 Uhr
Schlossplatz vor der Commerzbank